Unwetter-Karte zeigt weltweit Gewitter- & Blitze live​

Die Unwetterkarte zeigt Dir weltweit auftretende Unwetter, speziell Gewitter und Blitze live. Über den Play-Button kann der Verlauf der Gewitter in der letzten Stunde abgespielt werden. Je nach intensität werden diese von dunkel blau für schwache Unwetter, über gelb oder orange für mittelschwere, bis hin zu lila für starke Unwetter dargestellt. Die Karte lässt sich beliebig hinein- oder herauszoomen und scrollen. Die hellgrauen Regionen auf der Karte werden dabei mit Messstationen überwacht, dort können Unwetter erfasst und dargestellt werden. In den dunkelgrauen Zonen sind keine Messtationen vorhanden, somit können dort keine Unwetter angezeigt werden. Abgedeckt sind vor allem Europa, die USA und Teile Asiens, Südamerikas und Australiens.

Wo gewittert es zur Zeit?

Der Blitzradar zeigt wo es aktuelle Blitzeinschläge gibt und ermöglicht es Unwetter Live zu verfolgen. Derzeit sind noch nicht alle Regionen weltweit abgedeckt.

Warum gewittert es eigentlich?

Voraussetzung für ein Gewitter ist feuchtwarme Luft am Boden. Daher entstehen Gewitter vor allem im Sommer und Spätfrühling. Diese feuchte Luft steigt auf, kühlt sich ab und es bilden sich kleinste Wassertropfen, die in Form von Wolken sichtbar werden. Aus dieser Wolke kann eine Gewitterwolke werden. Das passiert, wenn die Wassertropfen nicht auf den Boden fallen, sondern immer weiter aufsteigen. Wenn sie sich dabei noch weiter abkühlen, gefrieren die kleinen Wassertropfen zu Eiskugeln. Diese sinken in der Wolke wieder herab, werden aber nicht selten wieder mit nach oben gerissen und werden dabei immer größer. Irgendwann werden sie jedoch so schwer, dass die Eiskugeln nicht selten auch als Hagelkörner auf den Boden fallen. Wenn sie schmelzen bevor sie auf den Boden auftreffen, gibt es Regen, ansonsten Hagel.

Wie Blitze entstehen

Durch elektrische Entladung innerhalb von Gewitterwolken, durch Reibung innerhalb der Wolken und durch die Regentropfen kommt es zu Ladungstrennungen und diese entladen sich dann in einem Blitz. Der Blitz kann in Folge, muss aber nicht, den Erdboden erreichen.

Woher der Donner kommt

Wenn ein Blitz entsteht, ist er heiß und diese Hitze führt dazu, dass sich die Umgebungsluft rasend schnell ausdehnen muss – deshalb knallt es. Sieht man nur ein Wetterleuchten und hört nichts, dann sind das Gewitter und der Blitz sehr weit weg.

Warum es meistens Abends oder Nachts gewittert

Es ist wirklich so, dass Gewitter meistens Abends oder Nachts auftreten. Der Grund dafür ist einfach: Morgens ist es in der Regel noch kühl, tagsüber heizt dann die Sonne die Luft auf und bringt damit Energie in die Atmosphäre. Es brodelt ordentlich und dann schießen die Gewitterwolken in die Höhe. Je nachdem wie energiereich die Luft noch ist kann es auch mal morgens zu einem Gewitter kommen. In der Regel läuft es aber so ab: aufheizen, schwül-heiße Luft, dann die kühle Luft aus Westen und die Gewitter legen los. Da es meistens gegen 17.30 /18 Uhr am heißesten ist, folgen die Unwetter danach.

Gewittert es im Sommer häufiger?

Tatsächlich beweisen Statistiken, dass es im Sommer mehr Tage gibt, an denen Gewitter und Blitzeinschläge auftreten. Die folgende Grafik veranschaulicht dies für Deutschland. Dies liegt an den Voraussetzungen für ein Gewitter, die zumeist nur an warmen Tagen erfüllt sind.
gewittertage_nach_monat

Warum sind Gewitterwolken dunkel?

Wenn eine Wolke sehr dicht ist, heißt das, dass sie aus vielen Wassertropfen besteht und die Sonne nur schwer hindurchscheint. Die Wolke erscheint daher grau oder noch dunkler, manchmal sogar schwarz im Fall einer ganz dichten Wolke. Gewitterwolken erscheinen also dunkel, weil sie in der Regel viel Regen mit sich bringen.

Wie Gewitter entstehen

Der Erdboden wird durch die Sonne aufgeheizt und die Feuchtigkeit aus dem Boden oder aus Gewässern verdunstet und mischt sich mit der Luftschicht über dem Erdboden, die dadurch erwärmt wird. Diese feuchtwarme Luft wird leichter, steigt nach oben und kühlt dabei wieder ab. Es entsteht eine Wolke, die sich immer mehr zu einer Gewitterwolke entwickelt. Ähnlich wie bei einem Stromschlag entsteht eine elektrische Spannung, die sich in Form von Blitzen entlädt. Die Luft in dem so genannten Blitzkanal erwärmt sich explosionsartig und löst dabei eine Druckwelle aus. Diese bewegt sich mit einer Schallgeschwindigkeit von ca. 333 Meter in der Sekunde und bildet das Donnergeräusch.

Wie weit ist das Gewitter weg?

Wie weit ein Gewitter entfernt ist lässt sich mit Hilfe einer einfachen Regel ermitteln: Nach dem Blitz die Sekunden zählen, bis es donnert und die Sekunden durch drei teilen, dann weiß man wie viele Kilometer das Gewitter entfernt ist. Zum Beispiel: Blitz– zähle bis sechs, durch drei teilen, macht zwei – das Gewitter ist also ca. 2 km weit entfernt. Zähle ich nur bis drei und höre schon den Donner, ist das Gewitter ca. 1 Kilometer weit weg! Sehe ich den Blitz und es donnert unmittelbar, befindet sich das Gewitter direkt über mir.

Warum Blitze am höchsten Punkt einschlagen und häufig in Bäume

Blitze entstehen durch einen hohen Spannungsunterschied zwischen Wolken und Erde. Somit ist der Blitz elektrisch geladen und sucht sich auf dem Weg zur Erde den geringsten Widerstand. Dies kann sich in einer kurzen Route oder aber einer hohen elektrischen Leitfähigkeit äußern. Beide Aspekte treffen vor allem auf Bäume zu. Ein Baum, der allein auf einer ebenen Fläche steht bietet den kürzesten Weg zur Erde, da er die höchste Erhebung darstellt und ist gleichzeitig, sofern das Gewitter mit Regen einhergeht, von oben bis unten nass und hat dadurch eine hohe Leitfähigkeit.

Wo gewittert es am häufigsten?

Es gibt tatsächlich Orte, an denen häufiger Gewitter auftreten und Blitze einschlagen. Das liegt vor allem an geographischen Gegebenheiten. Die folgende Grafik veranschaulicht dies für die einzelnen Bundesländer in Deutschland.
wo_die_meisten_blitze_einschlagen

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