Staub-Karte zeigt weltweit Staub-Belastung live oder im Zeitraffer

Die Staub-Karte zeigt live den Staub-Gehalt in der Atmosphäre der Erde. Dabei wird der Gehalt in „µg/m³“ angegeben, was „Mikrogramm pro Kubikmeter“ bedeutet. Der Wert wird hier zwischen 0 und 800 µg/m³ angegeben. Während die grauen Stellen kaum Staub aufweisen, liegen in den hellbraunen Regionen schon über 50 µg/m³ vor und in den dunkelbraunen Regionen sogar über 500 µg/m³.

Die Erdatmosphäre enthält Megatonnen an Staub, dabei sind für das Klima vor allem die so genannten Schwebstaubpartikel von Bedeutung, da sie das Sonnenlicht zurückhalten und so zur Abkühlung der Atmosphäre beitragen. Sie umhüllen den gesamten Globus. Der Wüstenstaub oder auch Bodenstaub, der global entsteht, beträgt ungefähr 2000 Megatonnen pro Jahr, wovon in der Atmosphäre etwa zwei bis zehn Megatonnen verbleiben, also zehn Millionen Tonnen minerlischer Staub.

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Wo gibt es weltweit den meisten Staub?

Die höchsten Staubkonzentrationen treten in Wüsten oder sehr sandhaltigen Gebieten auf. Dazu zählen vor allem große Teile Nordafrikas, Indien, Teile Chinas und Australiens, aber auch Teile Mexikos und der USA.

Was ist Feinstaub?

Feinstaub ist nahezu unsichtbar und ist ein Teil des Schwebstaubs (im Englischen: Partikulate Matter), worunter man Teilchen versteht, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern sich für eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verteilen.

Diese winzigen Staubteilchen werden je nach Korngröße der Staubpartikel in drei Klassen unterteilt:

  • PM10: Staubpartikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometer (zehn Millionstel Meter) und weniger. Diese werden auch als Feinstaub bezeichnet.
  • PM2,5: Staubpartikel, die vier Mal kleiner sind, mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer. Diese werden auch als Feinfraktion bezeichnet.
    Im Gegensatz dazu werden Partikel zwischen 2,5 bis 10 Mikrometer als Grobfraktion bezeichnet.
  • PM0,1: Staubpartikel, die ein Mikrometer (100 Milliardstel Meter) und kleiner sind. Diese werden auch als Ultrafeinstaub bezeichnet.

Für die Klassifizierung PM10 liegen die meisten Daten vor, welche seit 2010 in Deutschland flächendeckend erhoben werden. Seit 2008 wird zudem auch etwa 200 Messstellen auch PM2,5 gemessen. Ultrafeinstaub ist am schwierigsten zu untersuchen, bisher gibt es dafür etwa 17 Stationen der German Ultrafine Aerosol Network (GUAN) .

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Quelle: Umweltbundesamt

Was ist sekundärer Feinstaub?

Wenn sich Gase und Substanzen verbinden, entsteht so genannter sekundärer Feinstaub. Das kann z.B. Ammoniak sein, das mit Abgasen aus dem Straßenverkehr oder der Industrie reagiert oder Schwefeldioxid.

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Quelle: Umweltbundesamt

Wie entsteht Feinstaub?

Feinstaub entsteht durch Verbrennungsprozesse z.B. in Kraftwerken, Fahrzeugen, Öfen, Heizungsanlagen oder durch Feuer. In Ballungsgebieten stellt der Straßenverkehr die bedeutenste Quellle für Feinstaub dar. Diese stammen überraschenderweise größtenteils jedoch nicht von den eigentlichen Abgasen, sondern vom Abrieb beim Bremsen und der Abnutzung der Reifen.

Auch die Landwirtschaft sorgt für viel Feinstaub.
Durch Dünger, der auf den Feldern verteilt wird, entsteht Ammoniak, das sich mit dem Stickstoff und Schwefeldioxiden aus der Luft zu sekundärem Feinstaub verbindet.
Der Anteil der Landwirtschaft am Gesamtfeinstaub kann nicht genau beziffert werden. Das Max-Planck-Institut für Chemie schätzt, dass dieser Anteil rund 45% des gesamten Feinstaubs in Deutschland ausmacht. Das Umweltbundesamt dagegen schätzt den Anteil nach eigenen Berechnungen auf etwa 20%.
Dabei muss man bedenken, dass sekundärer Feinstaub auch aus der Vermischung mit den Abgasen aus dem Straßenverkehr entsteht, weshalb eine eindeutige Zuordnung der Partikel zu einzelnen Quellen bzw. Kategorien kaum möglich ist.

Natürlich gibt es auch natürliche Feinstaubquellen wie Vulkanausbrüche, Bodenerosionen oder Wald- und Buschfeuer.

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Quelle: Umweltbundesamt

Ist Feinstaub gefährlich?

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Feinstaub gesundheitsschädlich und somit gefährlich ist. An den Oberflächen der Partikel lagern sich gefährliche Schwermetalle wie Aluminium ab, die z.B. Krebs erzeugen können. Die Partikel selbst stellen ebenfalls ein Risiko dar und zwar je kleiner sie sind, desto gefährlicher, denn Sie können in die Atemwege oder sogar ins Blut gelangen. So können Sie das Blut dickflüssiger machen und dadurch für Infarkte oder Schlaganfälle sorgen. Besonders für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder mit Atemwegserkrankungen stellen die winzigen Partikel eine große Gefahr dar.

Weltweit liegt Feinstaub an sechster Stelle auf der Liste der Ursachen, die den größten Beitrag zur Mortalität leisten. Auf Platz 1 liegt übrigens Bluthochdruck und Platz 2 Rauchen.

Welche Auswirkung hat Staub auf die Gesundheit?

Bereits eine kurze Staubbelastung kann Symptome wie Husten, Atemnot, Bronchitis oder Asthma hervorrufen. Längere Belastungen durch Staub können schwerwiegende Folgen wie eine Verengung der Bronchien oder Verschlechterung der Lungenfunktion haben.

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